Internationales Nutzfahrzeuge-Treffen

seit 2017

Das Internationale Nutzfahrzeuge-Treffen auf dem Festplatz in Neustadt an der Aisch findet alle zwei Jahre statt, ist markenoffen und geht zurück auf das 2009 bis 2017 organisierte Internationale Magirus-Deutz-Treffen. Veranstalter ist seit 2017 die Interessengemeinschaft Museum für Industriekultur und Verkehr e. V. (IGMIV) aus Nürnberg.

 

Das zweite markenoffene Nutzfahrzeuge-Treffen der IGMIV und das insgesamt siebente Treffen für alte Lastwagen, Omnibusse und Feuerwehrautos fand vom 17. bis 19. Mai 2019 auf dem Neustädter Festplatz statt.

 

 

Die zweite Runde: 17. bis 19. Mai 2019

2. Internationales Nutzfahrzeuge-Treffen

Die zwei Jahre seit 2017 vergingen wie im Flug und plötzlich war es Donnerstag der 16. Mai 2019. Es war kalt und es regnete genau wie in den zwei Wochen zuvor nahezu durchgehend. Bei diesem eher subobtimalen Wetter haben die Aktiven der IGMIV den Platz für das Treffen vorbereitet, das Empfangszelt aufgebaut, Stromleitungen über den Platz verlegt, die Toiletten mit Seife und Papierhandtüchern bestückt und die Stellflächen für die Fahrzeuge mit Flatterband abgesperrt. Und was dann passierte, war einfach überwältigend: Von Freitag bis Sonntag rollten aus allen Himmelsrichtungen insgesamt 152 historische Lastwagen, Omnibusse und Feuerwehrautos auf den Platz – neuer Rekord. Die Sonne verwöhnte Teilnehmer und Gäste mit angenehmen Temperaturen rund um 20 Grad, während des gesamten Treffens blieb es trocken. Erst am Sonntagabend, als alles vorbei war, hat es wieder geregnet – was für eine Punktlandung beim Wetter!

 

Bei 152 historischen Raritäten fällt es schwer, einzelne für einen Bericht herauszugreifen. Zwei Fahrzeuge verdienen es aber, besonders erwähnt zu werden. Da ist zum einen der „Anton“. Der „Anton“ ist ein Rundhauber von Magirus-Deutz und wurde anno 1957 als erstes großes Tanklöschfahrzeug für die Feuerwehr der Kreisstadt Neustadt an der Aisch gebaut. Zusammen mit dem Löschgruppenfahrzeug „Berta“ und der Drehleiter „Friedrich“ bildete der „Anton“ bis in die 1980er-Jahre einen kompletten Rundhauber-Löschzug im Neustädter Feuerwehrhaus. Die Drehleiter „Friedrich“ ging Mitte der 1980er-Jahre außer Dienst, wurde an den Neustädter Bauhof weiter gereicht (für Arbeiten in großer Höhe wie etwa Dachrinnen putzen und Laternen reparieren) und verschwand schließlich in einer landwirtschaftlichen Halle in Schauerheim. Für das 150. Gründungsjubiläum der Neustädter Feuerwehr im Jahre 2013 holten die Floriansjünger den „Friedrich“ wieder zu sich zurück: Heute schmückt er als wunderschön restaurierter Oldtimer wieder den Fuhrpark der Wehr. Als Ende der 1990er-Jahre die „Berta“ außer Dienst gestellt wurde, schlug direkt ein Sammler aus Baden-Württemberg zu, der den ehrwürdigen alten Wagen dann ebenfalls wieder schön hergerichtet hat.

 

Beim „Anton“ dagegen sah es lange Zeit so aus, als würde das für alte Nutzfahrzeuge sonst übliche Schicksal auch hier zuschlagen: Nach dem Dienstende bei der Feuerwehr Mitte der 1980er-Jahre stand der „Anton“ eine Weile im Neustädter Waldbad im Freien unter Bäumen – als Attraktion für Kinder. Dann wurde er von einer Brauerei in der Oberpfalz erworben und zum Bierkühler umgebaut, stand dort zum Schluss aber auch nur noch ungenutzt herum und verstaubte in einem Schuppen. Anfang der 2010er-Jahre wurde der „Anton“ dann über das Internet zum Verkauf angeboten, in schon etwas ramponiertem Zustand. Der Käufer, ein Autohändler, holte den betagten Rundhauber ins Saarland und verkaufte ihn direkt weiter an einen Privatsammler. Dieser wiederum trennte sich ebenfalls bald wieder vom „Anton“, was in diesem Fall aber ein Glück war: Denn schließlich kam der weit gereiste Wagen in die Hände von Richard Schmidt aus der Eifel. Der begeisterte Feuerwehrmann Schmidt investierte rund zwei Jahre Arbeit und Hirnschmalz, um den „Anton“ so gut wie möglich in den Auslieferungszustand von 1957 zurück zu versetzen. Dazu nahm er auch wieder Kontakt mit Neustadt auf und ließ sich mit historischem Bildmaterial aus der Einsatzzeit des „Anton“ versorgen.

Am Samstag des Treffens konnten Richard Schmidt und Neustadts zweiter Bürgermeister Peter Holzmann gemeinsam den Schriftzug "Stadt Neustadt a. d. Aisch" samt Stadtwappen enthüllen, die nun wieder die vorderen Türen zieren, so wie früher. Zahlreiche altgediente Feuerwehrleute aus Neustadt pilgerten zum Festplatz, um sich ihren alten „Anton“ wieder anzuschauen, der zum ersten Mal nach rund 30 Jahren wieder Neustädter Boden unter den Reifen hatte – ein bewegendes Erlebnis in jeglicher Hinsicht. Jetzt fehlt eigentlich bloß noch die Wiederzusammenführung des früheren Rundhauber-Löschzugs. Das hat 2019 leider noch nicht geklappt: Der Besitzer der „Berta“ aus Baden-Württemberg war aufgrund eines Familienfests verhindert und den „Friedrich“ setzte ein kurzfristig entdeckter technischer Defekt außer Gefecht, so dass er in seiner Halle stehen bleiben musste. Doch was nicht ist, kann ja noch werden ...

 

Das zweite Fahrzeug, das eine besondere Würdigung verdient, ist ein hellgrauer Magirus-Deutz 310D26FAK, der auf dem Treffen seine Publikumspremiere gefeiert hat. Mit diesem schweren Dreiachskipper erfüllte sich der Baustoffhändler Reinhold Jacob aus Uffenheim einen Traum: Es war in den 70er-Jahren, als Jacob noch als Jugendlicher in der hauseigenen Werkstatt des elterlichen Familienbetriebs zwischen den Lastwagen unterwegs war und beim Ölwechsel oder bei Reparaturarbeiten half. Damals fuhr man in der Uffenheimer Baustoffhandlung fast ausschließlich Lastwagen der Marke Magirus-Deutz aus Ulm. Das hinterließ nachhaltige Eindrücke, denn genau so einen Lkw hat sich Reinhold Jacob jetzt wieder als Oldtimer angeschafft.

 

Die Türbeschriftung des 310D26FAK komplettierte wenige Wochen vor dem Neustädter Treffen die Restaurationsarbeiten und ist in Farbe und Schriftzug exakt dem historischen Vorbild jener Lkw nachempfunden, die einst rund um Uffenheim Pflastersteine, Sand und Kies ausgeliefert haben. „Früher war die Schrift handgemalt“, erinnert sich Jacob. Aber der Schriftenmaler, der die Firmen-Lkw früher kunstvoll verziert hatte, ist vor vielen Jahren gestorben. So musste sich der Uffenheimer Unternehmer mit eigens angefertigten Klebebuchstaben behelfen. „Adam Jacob Baustoffgroßhandlung Uffenheim“ steht in hellblauen Buchstaben auf den Türen. Der Entschluss, sich aus nostalgischen Gründen wieder einen solchen Lastwagen zuzulegen, fiel auf dem Magirus-Deutz-Treffen im Jahr 2011 auf dem Festplatz in Neustadt an der Aisch, auf dem sich Jacob umgesehen hat. Eine gute Idee, denn von dem Modell 310D26FAK ist sonst nur noch ein einziges weiteres Exemplar bekannt, das einem Sammler aus Hamburg gehört. Und natürlich war es für Reinhold Jacob Ehrensache, seinen „neuen“ Kipper persönlich nach Neustadt auf den Festplatz zu steuern.

 

Damit ist die Liste der beeindruckenden Raritäten, die die Veranstaltung bereichert haben, allerdings keineswegs abgeschlossen: In einer Reihe Feuerwehrfahrzeuge versteckte sich mit einem Harburger Transporter vom Typ Hanomag-Henschel F20 eine echte Besonderheit. Im Feuerwehrdienst war diese Baureihe damals schon rar, bis heute überlebt haben nur ganz wenige Exemplare. Jens-Peter Holm aus Hamburg kam wie schon 2017 mit seinem Magirus-Deutz Eckhauber-Kipper samt passendem Bauwagen im Schlepptau über 650 Kilometer angereist. Eine noch weitere Strecke nahm ein Paar aus den Niederlanden auf sich: 750 Kilometer Anfahrtsweg mit einem 1952 gebauten Magirus-Deutz S3500. Das älteste Fahrzeug auf dem Platz war wieder ein Ford-Pritschenwagen aus dem Baujahr 1923, der bewundernde Blicke auf sich zog.

Ansonsten war unübersehbar, dass sich auch in der Nutzfahrzeug-Oldtimerei die Zeit weiter dreht: Eine stattliche Reihe von Mercedes-Benz NGs wurde auf das Treffen gesteuert – ebenso wie mehrere Fernverkehrs-Sattelzugmaschinen von Volvo und Scania, die in ihrer Blütezeit auf den Autobahnen unterwegs waren, als an den Grenzen zwischen den europäischen Ländern noch Kontrollen und Wartezeiten in Kauf genommen werden mussten. Komplettiert wurde die Fernverkehrsriege auf dem Platz von mehreren Exemplaren der Baureihen F7 und F8 von MAN, bei denen man kaum glauben mag, dass sie heute nicht mehr zum Alltag auf den Straßen gehören. Ein Lächeln zauberte eines der kleinsten Fahrzeuge Besuchern und Gästen ins Gesicht: Ein mattsilberner Peugeot 403 als kleiner Pritschen-Lkw mit Plane und Spriegel. Mit genau so einem Modell als Cabrio war einst Peter Falk in seiner Rolle als Inspektor Columbo auf Verbrecherjagd unterwegs.

 

Omnibusse machten sich diesmal etwas rar; abgesehen von drei zum Wohnmobil umgebauten Bussen der Marken MAN, Magirus-Deutz und Setra stand nur ein einziger „richtiger“ Bus auf dem Festplatz: Der zu den Stammgästen zählende Magirus-Deutz L117 vom Tom aus dem Raum Landshut. Direkt daneben parkte das größte Fahrzeug, das jemals mit dabei war: Ein ehemaliges Flugplatzlöschfahrzeug der US-Army der Marke Faun – ständig dicht umlagert von Fans und Fotografen. Sowas sieht man halt auch nicht alle Tage. Schöne Eindrücke boten sich auch Neustadts zweitem Bürgermeister Peter Holzmann: Der sagte in seinem Grußwort an die Teilnehmer nach einem Spaziergang über den Platz, er sei „ganz beeindruckt, was sich da alles eingefunden hat".

 

Die Ausfahrt – natürlich wieder mit Begegnungsverkehr an einem Kreisverkehr bei Schellert – führte über rund 60 Kilometer und schmale, kurvige Nebenstraßen durch die Dörfer in der Umgebung und bildete in Form eines Korsos über den historischen Neustädter Marktplatz wie schon beim letzten Mal im Jahr 2017 den Auftakt zum Kulturprogramm der vom Neustädter Kulturverein organisierten „NeustadtNacht“. Bleibt nur noch ein ganz dickes Dankeschön an alle zu sagen, die zum Gelingen dieses wunderbaren Wochenendes beigetragen haben: René Stoltze und Florian Stöckl mit ihren Helfern von der IGMIV, Gregor und Wolfgang als Fachleute in Sachen Strom, Festwirt Jürgen Kresser von der Stöckacher Mühle als Grillchef und Herr über Burger, Leberkäse, Steaks und Bratwürste sowie Karlheinz Katzenberger, der in bewährter Weise die Ausfahrt filmisch festgehalten hat. Viele Hände, ein Ergebnis: Ein unvergessliches Wochenende für alle, die dabei waren!

Alles wieder auf Anfang: 12. bis 14. Mai 2017

1. Internationales Nutzfahrzeuge-Treffen

So kann man sich irren: Das fünfte Internationale Magirus-Deutz-Treffen hatte ich eigentlich als das „vorerst letzte“ angekündigt. Jetzt fand doch wieder ein Treffen in Neustadt statt, ich war mit von der Partie und doch war alles ein bisschen anders als vorher. Denn die Federführung für das nunmehr sechste Treffen für historische Lastwagen, Omnibusse und Feuerwehrautos lag bei René Stoltze und Florian Stöckl von der Nürnberger Interessengemeinschaft Museum für Industriekultur und Verkehr (IGMIV).

 

Der hauptberufliche Oldtimer-Restaurator René Stoltze hegte schon lange den Wunsch, dass seine IGMIV ein Nutzfahrzeugtreffen auf die Beine stellt. So eine Veranstaltung aus dem Nichts aufzubauen, hätte aber nicht nur viel Arbeit gekostet, sondern auch viel Zeit beansprucht. Beides hatte ich seit dem Jahr 2009 investiert, um das Magirus-Deutz-Treffen in der bundesweiten Nutzfahrzeug-Szene zu etablieren. Was lag also näher, als die Kräfte zu bündeln? Nachdem zwei Freunde ein Zusammentreffen eingefädelt hatten, fiel schnell der Entschluss, dass es weitergehen soll. Allerdings mit deutlich erweitertem Fokus: Vom 12. bis zum 14. Mai 2017 haben wir zum markenoffenen Nutzfahrzeuge-Treffen eingeladen. Und die Besitzer von historischen Lastwagen, Omnibussen und Feuerwehrautos der Marken Magirus-Deutz, Hanomag-Henschel, MAN, Mercedes-Benz, Borgward, Faun, Kaelble, Büssing, Kramer, Ford, Opel, Tempo, VW, Setra, IFA, Ikarus, Piaggio, Volvo, Scania und Saurer ließen sich nicht lange bitten: Am Samstag sammelten sich kurz vor der Ausfahrt durch den Aischgrund sage und schreibe 130 Oldtimer auf dem Platz.

 

Die IGMIV war schon seit Donnerstagmittag mit einem fleißigen Team vor Ort und hatte vom Anmeldepavillon mit Computer und digitaler Meldeliste bis zur prägefrischen Erinnerungsplakette für die Teilnehmer alles dabei, was man gut brauchen konnte. Schnell war auch die erste Fahrzeugreihe gut gefüllt: Jens-Peter Holm nahm die weite Anfahrt aus Hamburg auf sich und lenkte seinen anno 1957 gebauten Eckhauber-Kipper der Marke Magirus-Deutz samt passendem Bauwagen auf den Festplatz. Nicht weit davon entfernt bauten Mitglieder des Feuerwehrmuseums Hermeskeil aus Rheinland-Pfalz Wasserspiele für Kinder mit einer historischen Feuerwehrspritze auf.

 

Helmuth Radlmeier aus Ergoldsbach bei Landshut nahm zum dritten Mal am Neustädter Treffen teil und brachte zum dritten Mal einen frisch restaurierten Omnibus-Klassiker mit. Diesmal einen nach dem originalen Vorbild eines alten Prospektfotos wunderschön mit hell- und dunkelbraunen Streifen lackierten Clubbus vom Typ Magirus-Deutz R81. Spätestens ein Blick nach Innen auf die mit orange-roten Stoff bezogenen Sitze versetzte die Betrachter für einen Moment zurück in die 1970er-Jahre. Den gleichen nostalgischen Effekt löste der in den originalgetreuen Farben eines im Auftrag der Deutschen Bundesbahn eingesetzten Linienbusses gestaltete Magirus-Deutz L117 aus, der vom Tom ebenfalls aus dem Landkreis Landshut ins Aischtal chauffiert wurde.

 

Von der Bundesbahn ist es nicht weit zur Bundespost: Gleich drei in hellgrau lackierte ehemalige Postfahrzeuge von Mercedes-Benz bereicherten das Teilnehmerfeld und ernteten begeisterte Blicke. Auch hier fühlte sich offenbar mancher an seine Kindheit und Jugend erinnert, als solche Lkw mit Posthorn-Logo auf der Tür zum alltäglichen Straßenbild gehörten. Braumeister Fritz Hebendanz aus der oberfränkischen Bierstadt Forchheim präsentierte einen alten Getränkelaster vom Typ Ford A in Neustadt, der 1976 gebaut wurde. Der Hersteller Ford stellte mit einem Pritschenwagen aus dem Jahre 1923 auch das mit Abstand älteste Fahrzeug des Treffens.

Anno 1980 entstanden in den schweizerischen Saurer-Werken dem Vernehmen nach nur acht Exemplare des Typs 330 BF 8x4. Einer davon rollte mit seinen vier Achsen auf's Veranstaltungsgelände im Aischtal. Gleich gegenüber parkte Hermann Haag seine gelbe Schwerlast-Zugmaschine der Marke Kaelble ein – die letzte, die jemals das Backnanger Werk verlassen hatte. Neben ein Kipper-Trio des einstmals renommierten Braunschweiger Herstellers Büssing hatte der Walter aus Versmold seinen Abschlepp- und Bergungswagen Magirus-Deutz 310D16 rangiert. Dazu muss man wissen, dass bis heute hauptsächlich Feuerwehrfahrzeuge und Kipper von dem Ulmer Hersteller Magirus-Deutz überlebt haben, während alle anderen Aufbauvarianten Seltenheitswert haben.

 

Eine beachtliche Zahl MAN-Frontlenker der Baureihen F7 und F8, Mercedes-Benz NG sowie Volvo F10 und F12 in der Ausführung als Sattelzugmaschine oder Anhängerzug für den Fernverkehr weckte Erinnerungen an die legendäre Fernsehserie „Auf Achse“, in der Franz Meersdonk und Günter Willers mit solchen Lastwagen ihre wertvolle Terminfracht in aller Herren Länder ablieferten. Zu den sehenswertesten Exponaten gehörten aber auch ein mit frischem Holz beladener Borgward B 4500 aus dem Baujahr 1957 sowie ein VW-Transporter der allerersten Baureihe T1 als hellgrauer Pritschenwagen in wunderbar patiniertem Originalzustand. Mit wieder einem Rundhauber von Magirus-Deutz mehr als beim letzten Mal und damit inzwischen vier Stück der kugeligen Nachkriegsbaureihe aus Ulm rundete Hans Thannbichler aus Sachsen die Oldtimersammlung auf dem Gelände ab.

 

Knapp die Hälfte der teilnehmenden Fahrzeuge stammte aus der Produktion von Magirus-Deutz und Iveco-Magirus, so dass auch die Fans der Luftkühlung und des Ulmer-Münster-Logos wie früher beim Magirus-Deutz-Treffen auf ihre Kosten kamen. Das gilt besonders für die Ausfahrt, die durch die reizvollsten Ecken des fränkischen Aischgrunds führte wie etwa die Karpfenweiherkette zwischen Voggendorf und Gottesgab. Ein Gewitterschauer hatte am Samstag kurz vor 14 Uhr den Platz geflutet, verzog sich aber fast pünktlich zur Abfahrt des Konvois wieder und hinterlies eine gut angefeuchtete und in den kräftigsten Farben leuchtende Kulturlandschaft mit in vollem Saft stehenden Wiesen und gelb blühenden Feldern.

 

An der Strecke wachten zum ersten Mal Streckenposten darauf, dass auch jeder richtig abbog. Der Lohn der Mühe: Die Fotografen am Wegesrand wurden für ihre zum Teil lange Anreise mit herrlichen Bildern und imposantem Motorsound entlohnt und es war das erste Treffen in Neustadt, bei dem sich nach meiner Kenntnis nur einer verfahren hat. Den Höhepunkt der Aufahrt markierte ein Oldtimerkorso über den Marktplatz in der Altstadt, der gleichzeitig den Auftakt zum Kulturprogramm der vom Neustädter Kulturverein organisierten „NeustadtNacht“ markierte. Bürgermeister Klaus Meier ließ sich den Korso vorbei am Rathaus nicht entgehen und meinte hinterher begeistert, dass das Nutzfahrzeug-Oldtimertreffen eine „großartige Bereicherung“ für Neustadt ist.

 

Diesem Fazit aus berufenem Munde muss nicht mehr viel hinzugefügt werden: So gut wie 2017 ist es aus meiner Sicht noch nie gelaufen. Auf dem Platz habe ich eine Super-Stimmung erlebt, lauter nette Leute getroffen und ganz viele lächelnde Gesichter gesehen. Ein großes Dankeschön geht an Helmuth Radlmeier dafür, dass ich bei der Ausfahrt neben ihm im Reisebus sitzen und für eineinhalb Stunden eine kleine Zeitreise in die 70er machen durfte. Unser Dank gebührt auch allen Spendern und Helfern, besonders Florian Stöckl als IT-Administrator und rechte Hand vom „Chef“, den Elektro-Spezialisten Wolfgang und Gregor aus Schwabach sowie ihrem Helfer Stefan Seidel und Karl-Heinz Katzenberger, der mit der Kamera am Wegesrand stand, um die Ausfahrt filmisch festzuhalten.

 

Am Samstag fand gleichzeitig ein Funkwettbewerb statt: Unsere Funker rund um Florian und Stefan haben ihren 25 Meter hohen Funkmast auf einem ehemaligen Bundeswehranhänger als Blickfang in der Mitte des Platzes aufgestellt und am Wettbewerb mit Erfolg teilgenommen. Die drei Tage gingen viel zu schnell vorbei, ich freu' mich schon auf 2019 und das dann siebente Neustädter Oldtimertreffen für  historisches „Schwermetall“ aus allen Epochen des Nutzfahrzeugbaus.

 

 

Videos von den Ausfahrten
sind erhältlich bei

 

 

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© Martin Regner